Über AutorBioGrafin - Ihre Expertin für Lebensgeschichten

Über mich

 

Ich beobachte Licht.
Ich beobachte Menschen.  
Ich beobachte Stimmungen. 
Ich erzähle Athmosphären.

Als "Visuelle Biografin" suche ich nicht das spektakulärste Bild, sondern das wahrhaftigste, das eine Geschichte erzählt. 

Der Anfang: Das Kriegstagebuch meines Großvaters

„Erinnerungen sind des Historikers Feind.“
Als ich diesen Satz zum ersten Mal hörte, hat er mich irritiert. Heute weiß ich: Erinnerungen sind nicht immer präzise. Daten verrutschen schnell, Familiengeschichten vermischen sich mit Erzählungen und Gefühlen. Und doch liegt gerade darin oft ihre Wahrheit.

Warum das Kriegstagebuch meines Großvaters „Charly“ auf meinem Teenager-Schreibtisch landete, weiß ich bis heute nicht mehr. Mit kindlicher Hartnäckigkeit versuchte ich damals mit 15 Jahren, seine alte Handschrift zu entziffern. Vieles verstand ich nicht - die Daten des 2. Weltkrieges, fremde Ortsnamen, politische Zusammenhänge, historische Ereignisse. Mobilfunktechnik und Internet gab es noch nicht.

Erst Jahrzehnte später begann ich erneut zu lesen — diesmal als erfahrene Journalistin mit den Möglichkeiten moderner Recherche. Langsam entstand aus den Notizen meines Großvaters ein Bild: kein Held der Weltgeschichte, sondern ein genauer Beobachter seiner Zeit, den die Sorge um seine kleine Tochter und junge Familie umtrieb.

Je länger ich mich mit meiner Familiengeschichten beschäftige, desto mehr faszinieren mich die kleinen Spuren, die über Generationen bleiben: ein Haus, eine Krankheit, ein bestimmter Körperbau oder ein Gesichtsausdruck, der nach hundert Jahren plötzlich wieder auf einem Foto auftaucht.

Spurensuche zwischen Erinnerung und Geschichte

Von meinem Urgroßvater Karl Dietrich (1873–1953) wusste man in der Familie lange erstaunlich wenig. Es hieß immer nur knapp: „Der war Polizeipräsident in Kiel.“ Mehr nicht. Keine Geschichten, keine großen Erinnerungen, kaum persönliche Spuren. Meine Mutter hat ihn nie gesehen. 

Umso größer war mein Glück, als sich im Familiennachlass seine schriftlichen Erinnerungen fanden. Das Original ist heute leider verschollen — doch zumindest eine Kopie hat ihren Weg zu mir gefunden, zur jüngsten Urenkelin der Familie. Seitdem arbeite ich daran, die Lebensgeschichte meines Urgroßvaters und sein historisches Wirken als Persönlichkeit seiner Zeit Stück für Stück sichtbar zu machen. Zwei Beiträge über ihn durfte ich inzwischen bereits in den „Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte“ veröffentlichen.

Besonders faszinieren mich dabei die kleinen Fundstücke zwischen den großen historischen Linien. Oft erzählen nicht nur offizielle Dokumente die Geschichte, sondern vergessenen Briefe, unscheinbaren Notizen in alten Fotoalben oder aber die Bilder selbst.

So erinnerte sich meine älteste Tante nie gern an ihre Großmutter. Für sie blieb sie zeitlebens „eine böse Frau“. Erst viele Jahre später fand ich in einer vergessenen Mappe mit der Aufschrift „Zeitdokumente“ alte Briefe, die ein anderes Bild entstehen ließen: Meine Urgroßmutter litt unter starken Schmerzen, Depressionen und der Hoffnungslosigkeit nach der Amtsenthebung ihres Mannes im Jahr 1932. Plötzlich bekam unsere Familiengeschichte eine neue Tiefe — und ein Mensch, der lange nur aus Kindheitserinnerungen beurteilt worden war, erhält eine eigene Geschichte.

Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Geschichte erzählen

Mit ganz viel Geduld, Recherche und aus vielen kleinen Mosaiksteinchen entsteht nach und nach ein Bild. Genau das fasziniert mich an der Biografiearbeit: Alte Fotoalben, Briefe, Dokumente und Erinnerungen beginnen miteinander zu sprechen — und manchmal reichen wenige Zeilen, um selbst nach Jahrzehnten Zusammenhänge sichtbar werden zu lassen.

Wenn Sie möchten, sichte ich gemeinsam mit Ihnen Fotografien, Briefe, Dokumente oder den Nachlass Ihrer Angehörigen. Oft sind es gerade die kleinen Fundstücke und beiläufigen Erinnerungen, aus denen besondere Geschichten entstehen.

Während des gesamten Prozesses bleiben Sie selbstverständlich eingebunden: Sie erhalten ein Manuskript zur Durchsicht, können ergänzen, verändern und mitentscheiden — denn am Ende soll ein Werk entstehen, in dem Sie sich wirklich wiederfinden.

So entstehen persönliche Biografien, Familienchroniken, Reden, Freundschaftsbücher oder journalistische Porträts — Erinnerungsstücke, die bleiben dürfen.

Ich freue mich auf ein unverbindliches Erstgespräch mit Ihnen.

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